Was ist Deine erste Priorität in Deinem Leben?

Gestern war der Montag nach der Zeitumstellung und der Tag lief nicht gut für mich. Irgendwas war anders - ich hatte es mit gereizten Menschen zu tun, hatte eine ernsthafte Auseinandersetzung und wurde beinahe umgefahren, als ich - bei grün! - als Fußgängerin die Straße überquerte. Die Stimmung war irgendwie schlecht, ich war auch müde und vielen anderen Menschen schien es auch so zu gehen. Zufall? Oder dem Montag plus trübem Wetter geschuldet? Möglich, doch ich glaube, dass auch die Verschiebung unseres Tagesablaufs um eine Stunde nach vorne eine große Rolle spielt. Das beweisen auch Statistiken. Doch wir machen dieses Spiel jedes Jahr mit. Wir glauben, es muss so sein, also machen wir es auch so.

 

Ich habe mir vorgenommen, mir die Tage nach der Umstellung auf die Sommerzeit im nächsten Jahr frei zu machen. Ich gebe zu, dass ich die Sommerabende, an denen es lange hell ist, sehr genieße. Doch je mehr ich mich mit der Natur des Menschen beschäftige, desto mehr wird mir klar, dass wir eben sensible Wesen sind und viel mehr vom Takt der Natur abhängen, als uns lieb und bewusst ist. So eine Stunde mal kurz alles nach vorne schieben und alles läuft geregelt wie sonst auch - das funktioniert eben nur bedingt.

 

Dabei könnte vieles so viel einfacher sein, wenn wir uns mehr darauf besinnen würden, was wir sind: lebendige Wesen, die im Laufe vieler Millionen Jahre MIT der Natur gelebt haben. Das war auch gut so, sonst hätten mir nämlich nicht über-lebt. Und heute als vermeintlich moderne und hoch entwickelte Menschen glauben, wir, dass wir uns alles so zurecht biegen können, wie wir es wollen. Gegen unsere Natur. Wir sind ja stärker und gebildeter als unsere Ahnen es noch waren. Darüber kann ich nur den Kopf schütteln.

 

Eine Rückbesinnung auf das Wissen der Menschen, die vor uns auf dieser Welt gelebt haben, kann uns vielleicht wieder das über-Leben sichern. Weg von der Wegwerf-Gesellschaft, vom rücksichtslosen Konsum, hin zu mehr Achtung vor dem Leben und der Natur, hin zu mehr Achtung von uns selbst. Denn wie können wir sagen, dass wir Menschen uns selbst achten, wenn wir so rücksichtslos mit uns selbst umgehen? Alles dem Funktionieren unterordnen, der Leistung, dem Profit, dem wirtschaftlichen Erfolg? Wo bleibt Deine Selbstachtung, wenn es Dir immer nur darum geht, für andere da zu sein, für die Arbeit da zu sein und Du in der Prioritätenliste unter ferner liefen dran bist? 

Unsere Gesellschaft funktioniert so, wir wurden alle von Klein auf darauf trainiert, uns darin zurechtzufinden. Wenn Du jedoch die Augen aufmachst und beobachtest, was um Dich herum und in der Welt passiert, musst Du Dir die Frage stellen, ob das gut so ist, wie es ist. 

Und wenn nicht, zu überlegen, was Du stattdessen haben willst. Willst Du gesünder sein, weniger Stress fühlen, mehr Du selbst sein oder einfach nur ein wenig mehr Leichtigkeit im Leben spüren? Dann überlege Dir, was Du bereit bist, dafür zu ändern in Deinem Leben. Mein Tipp: Beginne mit Deiner Prioritätenliste. Was ist die erste Priorität in Deinem Leben? 

 

Wenn Du dann sagen kannst: Meine erste Priorität ist es, dass es meiner Firma gut geht, dass mein Chef zufrieden ist, dass alles weiter so funktioniert wie bisher - dann machst Du alles richtig und kannst einfach so weiter machen. 

Wenn Du aber sagst: Meine erste Priorität ist, dass es mir und den Menschen, die ich liebe gut geht - oder ein besonderes Projekt, das bislang einfach immer zu kurz kommt, Du keine Zeit dafür hast - dann ändere Dein Leben so, dass dies auch die erste Priorität bekommt. 

 

Denn: niemand anderes als Du selbst kannst diese Fragen für Dich beantworten und auch danach handeln. 

 

Was ist Deine erste Priorität in Deinem Leben? Was bist Du bereit, dafür zu tun?

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